Die europäische Kollaboration mit dem Deutschen Reich während des Zweiten Weltkrieges
(Diese bei einem Vortrag in Ingolstadt am 26.10.2002 vorgelegte Statistik ist Teil eines Buches ,, Ausländer in deutscher Uniform im Zweiten Weltkrig", das 2003 im Verlag Pour le Mérite erschienen sein soll.)
Militärische Kollaboration
Freiwillige in den deutschen Streitkräften (Wehrmacht und Waffen-SS)
Volksdeutsche 280.000
Niederländer 55.000
Flamen 23.000
Franzosen 20.000
Wallonen 20.000
Norweger 6.000
Dänen 8.000
Schweizer 620
Briten 540
Finnen 2.000
Bosnier 14.000
Kosaken 30.000
Kaukasier 170.000
Kalmyken 3.000
Turkmenen 8.000
Ungarn 40.000
Italiener 10.000
Rumänen 5.000
Bulgaren 1.000
Ausländer im Wehrmachtsgefolge
Schutzkommando und Transportkorps der Organisation Todt 50.000
darunter Holländer 14.000
Wehrmachthelferinnen 2.500
Flakhelfer 3.600
Rotkreuzschwestern unbekannt
Hilfswillige bei den deutschen Feldtruppen in den besetzten Ostgebieten
400.000
Fremdvölkische Angehörige der Schutzmannschaften und Sicherheitsdienste in den besetzten Ostgebieten 320.000
Freiwillige der Wlassow-Armee 55.000
Säuberungen nach dem Krieg
Frankreich
5.000 von der Résistance im Kriege Ermordete
10.590 unmittelbar nach dem Krieg Ermordete
1,5 Mio der Kollaboration Beschuldigte
7.037 zum Tode Verurteilte
39.000 zu Haft Verurteilte
850.000 mit anderen Sanktionen Bestrafte, z.B. entlassene Beamte und Soldaten
Norwegen
167.985 Beschuldigte
92.805 gerichtlich Angeklagte
46.000 Verurteilte, davon 30 Todesurteile
37.150 Haftstrafen
25.180 mit Sanktionen Belegte
50.000 in Erziehungslagern Zusammengefasste
Niederlande
450.000 Ermittlungsakten
200.000 Internierte
127.000 Aberkennungen der Bürgerrechte
64.482 gerichtlich Verurteilte, davon 200 zum Tode Verurteilte
46.084 zu Haftstrafen Verurteilte
Belgien
600.000 Ermittlungsakten
57.000 gerichtlich Angeklagte
55.415 Verurteilte, davon 1.247 zum Tode Verurteilte
1.839 zu lebenslanger Zwangsarbeit Verurteilte
6.033 zu Haftstrafen zwischen 10 und 20 Jahren Verurteilte
15.000 in Lagern Internierte
Dänemark
15.724 Gerichtsverfahren
14.127 zu Haftstrafen Verurteilte
78 zum Tode Verurteilte
62 zu lebenslanger Zwangsarbeit Verurteilte
Schweiz
1.402 gerichtlich Verurteilte
Großbritannien
125 gerichtlich Angeklagte
Slowakei
20.415 gerichtlich Verurteilte, davon 234 zum Tode Verurteilte
293 zu lebenslanger Haft Verurteilte
Ungarn
31.472 gerichtlich Angeklagte, davon 322 Todesurteile
Sowjetunion
4,44 Millionen bis zum 1.3.1946 Repatriierte, davon 2,87 Millionen Zivilisten (Ostarbeiter) und
1,57 Millionen Kriegsgefangene und Ostlegionäre. Schicksal unbekannt.
Quelle: Pressespiegel für die Deutschland-Bewegung 2-2003 82303 Starnberg Postfach 1308
Leider liegt auch keine Information vor, wieviele der Todesurteile vollstreckt wurden.
Gruß Werner
(Beitrag eingestellt mit freundlicher Genehmigung Arthur Krügers)
Guten Morgen Werner,
das Buch gibt es, heißt aber anders.
Avantgarde für Europa
Ausländische Freiwillige in Wehrmacht und Waffen SS
von Franz W. Seidler
erschienen bei Pour le Mérite
414 Seiten
29,80 Euro
Zitat:
Mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 erhielt der Zweite Weltkrieg eine neue Dimension. Die Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus empfanden die Menschen aller europäischen Nationen als ihr ureigenstes Anliegen. Auch wenn ihr Land von deutschen Truppen besetzt war, fanden sie sich bereit, an der Seite der deutschen Streitkräfte für ein antibolschewistisches und freies Europa zu kämpfen. Zu Tausenden meldeten sich ausländische Freiwillige aus West- und Nordeuropa: Niederländer, Dänen, Norweger, Schweden, Finnen, Schweizer, Flamen, Wallonen und Franzosen. Die Freiwilligen der germanischen Völker wurden in den multinationalen Verbänden der Waffen-SS und die Franzosen und Wallonen im Rahmen der Wehrmacht gegen die Rote Armee eingesetzt. Die Volksdeutschen des Balkans standen als Angehörige der Waffen-SS im Partisanenkampf gegen die Banden des späteren Marschalls Tito. Aus den nichtrussischen Überläufern und Gefangenen der Roten Armee, die sich für die Freiheit ihrer Heimat vom bolschewistischen Joch einsetzten, bildete die Wehrmacht Ostlegionen. Es entstanden Kampfeinheiten aus Kosaken, Ukrainern, Tataren, Armeniern, Aserbeidschanern und Kalmyken. Die Waffen-SS interessierte sich ab 1942 für die Letten und Esten, die die deutschen Truppen als Befreier begrüßt hatten und die Selbständigkeit ihrer Länder erhofften. Auf dem Balkan gliederte die Waffen-SS die Bosnier und Albaner in ihre Verbände ein, um sie zum Schutz ihrer Heimat zu verwenden. Araber und Inder, die in den britischen Gefangenenlagern geworben wurden, bildete die Wehrmacht zu Kampfeinheiten aus. Sogar Engländer wurden für die deutsche Sache gewonnen. Ohne die Soldaten aus den Völkerschaften der Sowjetunion standen am Ende des Krieges mehr als hunderttausend Ausländer in deutscher Uniform im Dienst der deutschen Streitkräfte.
Quelle: Internetseite von Franz W. Seidler (http://www.franzwseidler.de/buecher.htm)
Gruß
Michael
Hallo leute :]; mehr..................
Kosaken reiten für Deutschland.
Quelle: https://lomax-militaria.de/original-militaria/wehrmacht/literatur-dokumente-urkunden-papiere-fotos/11895/muenchner-zeitschrift-illustrierte-presse-zeitung-jg19/nr.45-ausgabe-5.-november-1942
Grüße. Raúl M 8).
Bild 1 - Im galopp über die Steppe...........................
Bild2 - Kosak zeigt sein Können als Reiter..................